Perlen – Wissenswertes

Kaum ein Schmuckstück drückt Wertschätzung und Zuneigung besser aus als die Perle. Schon seit dem Altertum ist sie hoch geschätzt und hat in verschiedenen Kulturen einen tiefen Symbolcharakter. In China ist sie ein Sinnbild für Reichtum, Weisheit und Würde, während sie in Japan für Glück steht. Bei den Römern und Griechen wurde sie Gottheiten zugeordnet. Jede Perle ist einzigartig und eine wunderschöne Laune der Natur, aus der sie hervorgeht. Vor über 100 Jahren gelang es erstmals, dieses Naturjuwel von Menschenhand zu erschaffen. Seit damals werden Perlen in schier unendlichen Farben und Formen gezüchtet.

Welche Perlenarten gibt es?
Im Wesentlichen werden vier Arten von Perlen unterschieden. Als Königin unter den Perlen gilt die Südseeperle. Sie wird zwischen acht und 16 Millimetern groß und wächst in bis zu fünf Kilo schweren Austern heran. Ihre Farben reichen von Silberweiß über Creme bis hin zu warmen Goldtönen. Sie wird in den warmen Gewässern des Indischen und Pazifischen Ozeans gezüchtet. Einen ganz besonderen Charme hat auch die Tahitiperle, die in faszinierenden Dunkelgrau- und Auberginetönen erstrahlt. Kultiviert wird diese dunkle Variante der Südseeperle überwiegend in Französisch-Polynesien. Die wohl am häufigsten vorkommende ist die Akoya-Perle. Sie wird in Größen von zwei bis elf Millimetern vorwiegend in Japan und China gezüchtet. Meist ist sie symmetrisch rund und schimmert in den Farben Weißrosé, Creme und Champagner. Süßwasserperlen werden hauptsächlich im japanischen Biwa-See gezüchtet und bestechen durch ihre unregelmäßigen, oft barocken Formen.

Wie funktioniert die Perlenzucht?
Auf den Perlenfarmen werden den Zuchtaustern Perlmuttkerne implantiert, die sie über die Jahre mit feinen Schichten von Aragonitkristallen, dem sogenannten „Perlmutt“ überziehen. Je länger sie dabei in Körben im freien Meer gehalten werden, umso dicker wird die Perlmuttschicht. Mehrere Jahre kann es dauern, bis die Auster das Kunststück vollbringt, und die Perle geerntet werden kann. Dabei entsteht nur selten eine „perfekte Perle“. Die Farbe der Perle ist abhängig von der Art der Perlauster, ihrem Lebensraum und der Wassertemperatur.

Was macht eine Perle einzigartig?
Durch Lichtreflexion und Lichtbrechung entsteht der charakteristische, seidige Glanz der Perle, der sogenannte Lüster, der umso schöner ist, je dünner und zahlreicher die einzelnen Perlmuttschichten sind. Neben Form und Größe bestimmen der Lüster und die Farbe ihre Qualität. Aber auch die Oberfläche und die Stärke der Perlmuttschicht schlagen sich im Wert nieder. Je reiner die Oberfläche, desto höher ist der Wert der Perle. Sichtbare Wachstumsmerkmale werden aber nicht als Fehler, sondern als Beweis für die natürliche Entstehung der Perle erachtet.

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